Dienstag, 30. September 2014

Engelberger Rotstock 2818 m

27. September 2014

























Von der Seilbahnstation Chrüzhütte wanderten wir (Christine, Jochen und ich) los. Über einen guten Bergweg ging es über Räckholteren zum breiten Sattel der Bannalper Schonegg (2250 m). Von dort kommt man leicht absteigend zu schönen, teilweise verkarsteten Ebene im Nordosten des Ruckstocks. Wir wanderten um eine Geländerippe herum und stiegen über plattige Felsen und kurze, gesicherte Aufschwünge zur Einsattelung des Rot Grätli (2559 m) auf. Von hier aus mussten wir ein klein wenig absteigen um in den von der Rugghubelhütte ansteigenden Weg einzumünden. Über Geröll bis zur Engelberger Lücke (2686 m) und weiter über vereinzelte Wegspuren gelangten wir zum Rotstock- Gipfel. Die Aussicht ist grandios und wir genossen das Panorama über eine Stunde lang. Der Abstieg folgte wieder über die Engelberger Lücke, dann zuerst über Karstgelände und später über Wiesen zur Rugghubelhütte. Eine kurze Erfrischung und weiter ging es bergab bis zur Bergstation Ristis. Mit der Gondel ging es ins Tal zurück nach Engelberg.






Montag, 22. September 2014

Barrhorn 3610 m

20. + 21. September 2014

























Samstag Morgen fuhren Stephan und ich früh mit dem Zug über Visp nach Kalpetran im oberen Mattertal. Man steigt hier direkt auf die Gleise aus dem Zug aus, egal ob gerade ein anderer Zug vorbeifährt... Mit zwei kleinen Seilbahnen ging es weiter nach Embd und Schalb. Von hier aus wanderten wir los, ziemlich dem Embdbach entlang über AUgstbordstafel bis zum Augstbordpass. Auf dem Pass verweilten wir nicht lange, da hier ein heftiger kalter Wind drüber blies. Wir stiegen also erst ein gutes Stück ins Turtmanntal ab bevor wir eine Pause zur Stärkung machten. Wir genossen die Sonne und Stille und gelangten dann bald auf den Panoramaweg zur Turtmannhütte. Panoramaweg klingt gemütlich, ist er aber nicht. Dafür ein schönes Panorama. Ein stetiges Auf und Ab über Stock und Stein und noch ein letzter steiler Anstieg von knapp 250 Hm und wir kamen gegen 17 Uhr auf der Hütte (2519 m) an.

Sonntag hiess es wieder früh aufstehen, da wir das Frühstück um 5 Uhr gewählt hatten. Wie sich später herausstellte war das die beste Entscheidung. Wir liessen es langsam angehen und wanderten um 6:15 Uhr noch mit Stirnlampe los. Schon bald gelangten wir ins Gässi und mussten ein gestuftes Felscouloir durchqueren, was aber gut mit Eisenbügeln und Seilen gesichert war. Wir folgten weiter dem Weg über die Moräne des Brunegg-Gletschers bis zum Schöllijoch (3343 m). Es hatte angefangen zu schneien und ein eisiger Wind wehte uns um die Ohren. Der teils sehr steile Weg verlief weiter links von dem Grat bis aufs Üsser Barrhorn (3610 m). Die letzten Meter im Aufstieg konnten wir schon bei Sonnenschein zurücklegen, und als wir auf dem Gipfel ankamen war der Himmel über uns fast komplett aufgerissen. Ein echtes Gipfelglück! Nach einer Pause und dem Geniessen des tollen Panoramas stiegen wir auf gleicher Route ab bis zur Turtmannhütte. Inzwischen hatte es wieder zugezogen und angefangen zu schneien, weiter unten zu regnen. Kurz unterhalb der Hütte rief ich das Ruftaxi an und wir legten die letzte Stunde Abstieg bis Vorder Sänntum im Eiltempo zurück, um nicht eine Stunde länger warten zu müssen. Wir wurden bis nach Oberems gefahren und nahmen dort die Seilbahn ins Tal nach Turtmann. Von dort aus ging es mit dem Bus und Zug wieder nach Hause. Danke Stephan für die schöne Tour!









Mittwoch, 27. August 2014

Biwak Gerenpass 2670 m

23. + 24. August 2014












Am Samstag starteten wir (Carina und ich) in All'Acqua. Von All'Acqua (1614 m) ging es auf dem Hüttenweg zur Capanna Piansecco (1982 m) in 45 Minuten. Über eine Brücke ging es weiter auf einem kleinen Weg aufwärts bis zum Haus auf ca. 2340 m, wo der deutliche Weg endete. Hier machten wir eine Pause und stillten unseren Hunger. Über grosses Blockwerk und einen Geröllhang gelangten wir direkt zum Gerenpass (2671 m). Was uns hier oben erwartete war unglaublich schön. Der Gletschersee lag direkt vor uns in einer einmaligen Landschaft. Wegspuren und Steinmännchen folgend stiegen wir weiter über Blockwerk um den halben See herum bis wir einen tollen Platz für unser Zelt gefunden hatten. Direkt am See auf einem kleinen Felsplateau schlugen wir das Zelt auf. Wir genossen den Anblick des gegenüber liegenden Gletschers und kochten uns Spaghetti. Kurze Zeit später fing es an zu schneeregnen und schon bald verzogen wir uns ins Zelt. Um 23 Uhr guckten wir nochmals raus und trauten unseren Augen nicht. Es schneite so heftig, dass man mit der Stirnlampe absolut nichts sehen konnte. Die ganze Nacht sollte es weiter schneien...

Sonntag Morgen waren wir quasi eingeschneit und es schneite immer noch. Erst kurz vor 10 Uhr hörte es auf und wir gingen nach draussen. Immer wieder lugte nun die Sonne durch die Wolken und den Nebel. Die Lichtstimmungen mit dem Nebel waren einmalig! Irgendwann konnte sich die Sonne vollends durchsetzen und wir genossen noch das schöne Wetter an "unserem" See. Eigentlich wollten wir ja noch einen der umliegenden Berge besteigen, liessen das dann aber aufgrund des Neuschnees. Kurz nach 13 Uhr wanderten wir dann los über steile Schutt- und Geröllfelder bis in den Talboden und Flusslauf ins Gerental hinab. Auf der Suche nach einem Punkt zum Überqueren des Flusses, löste sich im Blockwerk plötzlich ein grosser Fels und quetschte mir den Fuss ein. Den weiteren Verlauf mit Rega und Feuerwehr möchte ich hier nicht detaillierter schildern. Aber ich hab grosses Glück gehabt, dass ich am Ende nur einen gebrochenen Zeh habe.
Alles in allem war es eine traumhafte Tour in einer unbeschreiblich schönen Landschaft!











Freitag, 1. August 2014

Ortstock 2717 m

01. August 2014





















Wieder einmal hiess es früh aufstehen, sehr früh... Um 5:20 Uhr holte ich Christine am Bahnhof Uster ab und wir fuhren mit dem Auto nach Rapperswil, um dort den ersten Zug ins Glarner Land zu nehmen.
Ca. 7:45 Uhr liefen wir dann in Braunwald los. Zuerst auf einem kleinen Fährsträsschen durchs Dorf und dann die erste Steilstufe durch den Wald hinauf zur Brächalp. Von dort querten wir zum Bärentritt, durch diesen wir erst über ein ausgesetztes, gesichertes Band, dann durch einen Kamin in den Lauchboden (auch Euloch genannt) stiegen. Über diese schöne Ebene hinweg, ging es danach steil bergauf im Schutt bis zur Furggele (2395 m). Über den Nordrücken des Ortstocks gelangten wir weiter in Schutt und über ein schmales Felsband auf den Gipfel. Die Rundsicht hier war beeindruckend! Ein kühler Wind und wenig Sonne verkürzten unsere Pause auf dem Gipfel. Wir stiegen also auf dem gleichen Weg ab bis zur Furggele, bis dahin hatte sich auch die Sonne hervor gekämpft und wir machten dort eine Pause. Von der Furrgele nahmen wir den steilen Weg auf der anderen Seite hinunter zum Glattalpsee, wo wir ein kurzes erfrischendes Bad nahmen und die Sonne genossen. Ziemlich eben ging es dann weiter bis zur Glattalpbahn, wo schon einige Leute warteten um ins Tal befördert zu werden und die letzten 700 hm zu sparen. Den Bus erreichten wir unten knapp nicht mehr, hatten jedoch Glück, dass uns drei Urlauber aus Deutschland im Auto mitnahmen bis nach Brunnen SZ und wir dort noch unsere Bus- und Bahnverbindung nach Rapperswil bekamen. 
Mit einer Pizza zuhause auf der Terrasse liessen wir den Tag ausklingen.










Sonntag, 27. Juli 2014

Nadelhorn 4327 m

26. + 27. Juli 2014
























Hochtour mit dem SAC Uto auf das Nadelhorn.
Treffpunkt war Samstag Morgen um 7:45 Uhr am HB Zürich und von dort ging es mit dem Zug und Postauto nach Saas Fee. Nach einer kleinen Stärkung im Restaurant ging es mit der Luftseilbahn zur Hannigalp (ca. 2340 m). Auf einem Wanderweg legt man die ersten 500 Hm zurück bis man an den Fuss einer Felsrippe gelangt. Über diese Rippe steigen wir in leichten Felsen, immer wieder mit Kabeln und Trittstiften versehen, auf zur Mischabelhütte (3329 m). Die Hütte ist wunderschön gelegen am Ostgrat der Lenzspitze direkt über den Dächern von Saas Fee.

Sonntag hiess es früh aufstehen, der Wecker klingelte bereits um 3:40 Uhr. Nach dem Frühstück liefen wir gegen 4:45 Uhr bei leichtem Schneefall los. Von der Hütte führt ein Weg über eine Rippe hinauf bis auf den Hohbalmgletscher. Auf ca. 3600 m betraten wir den Gletscher und querten diesen oberhalb der Spalten bis zum Schneehang, der zum Windjoch (3850 m) führt. Vom Windjoch aus folgten wir dem Grat bis zum Gipfel. Leider herrschte genau am Gipfel Nebel, so dass uns die tolle Aussicht verwehrt blieb. Wir stiegen wieder ab bis zum Windjoch und machten dort eine ausgiebigere Pause. Immer wieder konnte man nun den Gipfel des Nadelhorns durch die vorbeiziehenden Wolken und Nebel sehen. Im Sonnenschein ging es dann wieder über den Gletscher zur Hütte. Nach einer weiteren Stunde Pause und Stärkung stiegen wir weiter ab bis zur Hannigalp und nutzten für die letzten Höhenmeter die Luftseilbahn bis nach Saas Fee.
Eine Getränkerunde von Raphael für seinen ersten 4000 er rundeten die tolle Hochtour ab!







Sonntag, 25. Mai 2014

Wildhuser Schafberg (Vorgipfel) 2363 m

24. Mai 2014
























Treffpunkt war Samstag Morgen in Wildhaus. Ueli und Sarah erwarteten uns (Christine und mich) schon. Für die ersten 250 hm nahmen wir die Gondelbahn bis nach Gamplüt zur Hilfe. Wir querten unter der Schafbergwand in Richtung Wildhuser Schafboden. Immer wieder machten uns Wolken und Nebel die Aussicht zunichte. In der Senke bis zum Ober Wildhuser Schafboden lag noch mehr Schnee als erwartet, aber man konnte gut hindurchgehen. Oben verlor man dann quasi die Orientierung, da hier dickster Nebel herrschte und wir machten einen Riesenbogen um den eigentlichen Weg. Kurz klarte es komplett auf und wir sahen die Wegweiser auf dem Schafbergsattel stehen. Unser eigentliches Vorhaben, den Wildhuser Schafberg durch die Ostwandrinne zu besteigen, konnten wir nicht durchziehen, da wir den Einstieg wegen neuem dichten Nebel nicht sehen konnten. So beschlossen wir über den Normalweg auf den Gipfel zu steigen. Auf dem Vorgipfel angekommen genossen wir die Sonne und das Schauspiel der durchziehenden Wolken mit mehr mal weniger Aussicht. Einfach toll!
Nach dem steilen Abstieg freuten wir uns über ein kühles Getränk! Den Rest der Strecke von Gamplüt nach Wildhaus benutzten wir Trottinetts.










Sonntag, 11. Mai 2014

Strahlhorn 4190 m

10. + 11. Mai 2014
























Samstag querten Ueli, Oliver und ich das Stück vom Mittelallalin zur Britanniahütte.
Nach einem wunderbaren Sonnenaufgang am Sonntag mussten wir die Skitour auf das Strahlhorn etwa 100 m unterhalb des Adlerpasses abbrechen, da das Wetter früher als vorhergesagt umschlug und ein regelrechter Sturm aufkam, der uns teilweise fast von den Beinen riss. Mit kurzem Zwischenstopp in der Britanniahütte konnten wir aber sehr gut bis nach Saas Fee abfahren.
Wir kommen nächsten Winter wieder...